05.12.2019 / Artikel / Grosser Rat /

Mit Kompetenz und Engagement im Kantonsrat

AachThurLand – An der ersten Kantonsratssitzung stimmte Franz Eugster nicht mit seiner Fraktion. Dies und mehr berichtete der junge Kantonsrat anlässlich des CVP-Polittreffs in Erlen. Interimspräsident Urs Brüschweiler verriet, wer aus dem AachThurLand für den Kantonsrat kandidiert.

Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm: Franz Eugster scheint das Polit-Gen von seinem Vater Armin geerbt zu haben, der jahrelang als Gemeindeammann von Bürglen und Kantonsrat tätig war.

Franz Eugster: Lehrer, Schafszüchter, Kantonsrat

Auf Einladung der CVP AachThurLand stellte sich Franz Eugster kürzlich im «Aachbrüggli» in Erlen den Fragen von CVP-Mitglied Yvette Schalch. Eugster ist neben seinem Mandat als Kantonsrat auch Präsident der CVP Ortspartei Bischofszell. Eigentlich wäre er gerne Bauer geworden, doch weil ein familieneigener Betrieb fehlte, machte Franz Eugster die Landwirtschaft zum Hobby und betreibt eine eigene Schafhaltung. In einer weiteren Nebenbeschäftigung ist er als Feuerwehr-Instruktor tätig. Er sei glücklich, dass er sich trotz vielseitiger Interessen schlussendlich für den Beruf als Sekundarlehrer entschieden hat.

«Falsch» abgestimmt

Zum Schmunzeln brachte Franz Eugster die Anwesenden mit einer Anekdote zu seinem Einstieg in den Kantonsrat. Noch nicht von der Fraktion informiert, wählte er in der ersten Abstimmung mit einer anderen geschlossen auftretenden Partei. Diese fragte ihn anschliessend scherzhaft, ob er nicht lieber gleich die Partei wechseln möchte.

Acht Stunden Ratsarbeit pro Woche

Für sein politisches Mandat im Rat muss Franz Eugster etwa acht Stunden pro Woche aufwenden. Dies sei nur mit einer Reduktion des Lehrpensums und einer flexiblen Schulleitung möglich. Der Fraktion komme eine tragende Rolle zu, sagte Franz Eugster. In dieser würden die Geschäfte vorbesprochen, Themen einzelnen Grossräten zugeteilt und die Kommissionsmitgliedschaft erörtert. «Wichtig ist zudem eine gute Vernetzung über die Parteigrenzen hinaus. Wie auf Bundesebene ist die CVP auch im Kantonsrat als Mittepartei für Konsenslösungen entscheidend.»

Nicht auf die Person spielen

Die Anwesenden wollten wissen, was er von der nationalen Internet-Kampagne hielt, mit welcher die CVP polarisierte. Grundsätzlich sei es durchaus gut und werbewirksam, etwas zu provozieren. «Allerdings sollte man auf den Ball und nicht auf die Person spielen», so Franz Eugster.

Eine weitere Frage bezog sich auf seine Vorstandstätigkeit beim Verband Wald Thurgau. Weil der Wald eine wichtige ökologische Aufgabe hat und die Holzpreise nicht mehr aufwanddeckend sind, engagiert sich Franz Eugster für eine finanzielle «Inwertsetzung» unserer Naherholungsgebiete.

Drei Kandidierende im AachThurLand

Urs Brüschweiler informierte im Anschluss über die CVP-interne Nomination zur Kantonratswahl. «Es stellen sich in unserem Bezirk auffallend gut ausgebildete Persönlichkeiten beiderlei Geschlechts zur Verfügung», so der Interimspräsident der CVP AachThurLand. Im Einzugsgebiet des AachThurLands kandidieren Andreas Notter (Sulgen), Yvette Schalch (Erlen) und Andreas Zbinden (Riedt).
20.11.2019